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Weingut K46 · Häufige Fragen

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Alles, was ihr über uns, unsere Weine und die Bestellung wissen möchtet — ehrlich und direkt beantwortet.

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Wie kann ich Wein bei Weingut K46 bestellen?

Am einfachsten per WhatsApp direkt an +49 151 42011587 — schreibt einfach, welchen Wein und wie viele Flaschen ihr möchtet. Ihr könnt auch persönlich bei uns im Weingut in Sankt Aldegund vorbeikommen. Einen Online-Shop oder eine automatisierte Bestellung gibt es bei uns bewusst nicht — wir möchten jeden Kunden persönlich kennenlernen.

Wie sind die Zahlungsbedingungen?

Für Neukunden gilt Vorkasse — ihr bezahlt, bevor wir liefern oder direkt bei Abholung. Stammkunden, die wir schon kennen, können auch auf Rechnung bestellen. Akzeptierte Zahlungsmittel sind Banküberweisung und Barzahlung bei Abholung.

Liefert ihr auch nach Hause?

Ja, auf Anfrage ist Versand innerhalb Deutschlands möglich. Schreibt uns einfach per WhatsApp — wir klären Verfügbarkeit, Versandkosten und Abwicklung direkt mit euch. Bevorzugt freuen wir uns natürlich über persönliche Abholung im Weingut.

Gibt es einen Mindestbestellwert oder eine Mindestmenge?

Grundsätzlich nein, aber bei Versand kann es je nach Menge sinnvoll sein, ein paar Flaschen zu bündeln, damit sich die Versandkosten lohnen — aber das besprechen wir individuell.

Kommt ein Kaufvertrag erst durch eure Bestätigung zustande?

Ja. Eine Bestellanfrage — egal ob per WhatsApp oder persönlich — ist erst dann verbindlich, wenn wir sie ausdrücklich bestätigen. Das schützt euch und uns: So stellen wir sicher, dass der gewünschte Wein auch wirklich vorrätig ist, bevor ihr bezahlt.

Unsere Weine

Welche Weine bietet Weingut K46 an?

Aktuell haben wir folgende Weine im Angebot:

Riesling Süß 2021 (7,7 % vol.) · Riesling Trocken 2023 (10,1 % vol.) · Riesling Feinherb 2024 (9,7 % vol.) · Riesling Feinherb 2025 (10,1 % vol.) · Elbling Feinherb 2025 (9,1 % vol.) · Mosecco 2025 — unser Perlwein aus Elbling und Riesling (9,9 % vol.)

Alle Weine kosten 10,00 € pro Liter (0,75 l Flasche). Die Verfügbarkeit ist begrenzt — bei uns in Jahrgangskleinmengen produziert. Fragt am besten direkt an.

Was ist der Unterschied zwischen trocken, feinherb und süß?

Trocken bedeutet, dass der Wein kaum Restzucker enthält — die Hefe hat (fast) den gesamten im Most vorhandenen Zucker vergoren. Das Ergebnis ist ein klarer, mineralischer Wein mit spürbarer Säure.

Feinherb ist der typische Mosel-Stil: etwas Restzucker bleibt erhalten und gleicht die natürliche Säure der Moselreben harmonisch aus. Der Wein wirkt runder und zugänglicher, ohne wirklich süß zu schmecken. Großer Vorteil: der Wein enthält weniger Alkohol, da weniger Zucker vergoren wurde.

Süß bedeutet deutlich spürbarer Restzucker — der Wein schmeckt fruchtig-süßlich. Bei unserem Riesling Süß 2021 mit nur 7,7 % Alkohol ist das ein eleganter, leichter Wein mit viel Frucht und lebhafter Säure. Entscheidend ist hier die Balance von Restzucker und Säure.

Was ist Mosecco — und was unterscheidet ihn von Prosecco?

Mosecco ist ein geschützter Name für einen Perlwein von der Mosel — leicht perlend, frisch und spritzig. Der Name spielt natürlich auf „Mosel" und „Prosecco" an, hat aber nichts mit dem italienischen Original zu tun.

Prosecco ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung aus dem Veneto in Norditalien, aus der Glera-Traube. Unser Mosecco wird aus Elbling und/oder Riesling von unserem Weinberg in Sankt Aldegund hergestellt — ein echter Moselwein mit einer kleinen Brise.

Er wird bei einer Sektkellerei nach bewährtem Verfahren aus unserem Grundwein ausgebaut und ist ein herrlicher Begleiter für Terrassen-Abende, Aperitifs und besondere Anlässe.

Wozu passt euer Riesling am besten?

Mosel-Riesling ist ein unglaublich vielseitiger Speisebegleiter. Einige Kombinationen, die wirklich funktionieren:

Trocken: Fisch (Zander, Forelle), Meeresfrüchte, asiatische Küche, Sushi, Ziegenkäse — überall dort, wo ihr frische Säure und Mineralik als Kontrast wollt.

Feinherb: Der Allrounder schlechthin. Passt zu würzigen Gerichten, milden Käsesorten, weißem Fleisch, Flammkuchen — und ehrlich gesagt auch einfach pur auf der Terrasse.

Süß: Klassisch zu Foie gras, Blauschimmelkäse, Desserts mit Frucht — oder als erfrischenden Sommeraperitif.

Wie viele Flaschen produziert ihr pro Jahr?

Wir produzieren auf ca. 1.500 m² Steilhangweinberg deutlich weniger als 2.000 Flaschen pro Jahr. Das klingt nach wenig — und das ist es auch. Wir sind ein echter Kleinbetrieb. Jede Flasche entsteht durch Handarbeit, jede Lese wird per Hand durchgeführt. Wenn ein Jahrgang ausverkauft ist, ist er weg. Das ist Absicht, keine Marketingstrategie.

Weinbau

Was ist die Moselherz-Erziehung?

Die Moselherz-Erziehung ist eine traditionelle, jahrhundertealte Methode des Mosel-Weinbaus, bei der jeder Rebstock einzeln und ohne Drahterziehung erzogen wird. Der Trieb wird in Form eines „Herzens" gebunden — daher der Name.

Im Gegensatz zur heute üblichen Drahtrahmen-Erziehung (Guyot-System), bei der alle Reben an gespannten Drähten ausgerichtet werden, orientiert sich die Moselherz-Erziehung am natürlichen Wuchs jedes einzelnen Stocks. Das erfordert viel Erfahrung und Handarbeit, bringt aber dem Weinberg sein charakteristisches, wild-romantisches Aussehen — und dem Wein seinen individuellen Charakter.

Gebunden wird bei uns traditionell mit Weidezweigen — ein Handwerk, das kaum noch jemand beherrscht.

Warum arbeitet ihr ohne Traktoren in den Rebzeilen?

Ganz einfach: weil es im Steilhang mit Einzelpfahlerziehung gar nicht anders geht — und weil wir es auch nicht anders wollen. Unser Weinberg liegt in großen Teilen inSteilhanglage mit starker Neigung, die für Traktoren oder Maschinen schlicht nicht befahrbar ist.

Das hat aber einen entscheidenden Vorteil: keine Bodenverdichtung. Traktoren verdichten den Boden und beschädigen das Bodenleben. In unserem Weinberg kann sich die Bodenflora frei entwickeln — Wildkräuter, Insekten, Kleintiere finden Lebensraum zwischen den Rebzeilen.

Jeder Schritt — Rebschnitt, Laubarbeit, Lese — wird von uns persönlich per Hand erledigt. Das ist anstrengend, aber es ist auch genau das, wofür wir das hier machen.

Wie alt sind eure Reben?

Unsere Riesling-Reben sind bis zu 60 Jahre alt. Das ist im Weinbau ein hohes Alter — und ein klarer Qualitätsfaktor. Alte Reben haben tiefes Wurzelsystem, das weit in den Schiefer reicht. Sie liefern weniger Trauben als junge Reben, aber die Trauben haben mehr Konzentration, Mineralität und Charakter. In Frankreich werden solche Reben als „vieilles vignes" bezeichnet — ein Gütesiegel.

Was bedeutet Schieferprägung beim Mosel-Riesling?

Die Mosel-Region ist geprägt von Devonschiefer — einem blaugrauen, flach schichtigen Gestein. In unseren Weinbergen stehst Du auf bis zu 400 Millionen Jahre altem Boden. Dieser Schiefer hat zwei entscheidende Eigenschaften für den Weinbau: Er speichert Wärme tagsüber und gibt sie nachts an die Reben ab — was Reife und Aromatik begünstigt. Und er reflektiert Sonnenlicht auf die Trauben, was die Reife zusätzlich fördert.

Der Begriff „Schieferprägung" im Wein meint die typische Mineralik — ein schwer zu beschreibender, aber unverwechselbarer Charakter, den Riesling vom Schiefer-Mosel mitbekommt. Manchmal als „Steinnass", „rauchig" oder „brennende Steine" beschrieben. Typisch Mosel, typisch K46.

Warum haben eure Weine weniger Alkohol als andere?

Das ist kein Zufall — es ist das direkte Ergebnis unserer Anbaumethode und unseres Lesestils. Wir nennen es: natürlich weniger Alkohol — nicht durch Entzug oder technische Eingriffe, sondern durch Herkunft.

Moselherz-Erziehung und Laubschatten: Bei der traditionellen Moselherz-Erziehung hängen die Trauben im natürlichen Laubschatten der herzförmig gebundenen Reben. Im Vergleich zur modernen Drahtrahmen-Erziehung bedeutet das: weniger direkte Sonnenstrahlung, weniger Zucker in den Beeren — und damit weniger Alkohol im fertigen Wein.

Frühe und bewusste Handlese: Wir lesen, sobald die Trauben reif sind — keine Spätlese, die auf maximalen Zuckergehalt wartet. Wir lesen bewusst auch säurereiche Beeren ein, die noch nicht zu 100 % ausgereift sind. Das erhält die natürliche Säure und hält den Zuckergehalt — und damit den Alkohol — niedrig.

Das Ergebnis sind Weine, die spürbar leichter sind als der Durchschnitt: Unser Riesling Trocken hat nur 10,1 % vol. — die meisten trockenen Mosel-Rieslinge liegen bei 12,5 % oder mehr. Unser Elbling Feinherb kommt auf nur 9,1 % vol. — übliche Mosel-Elblinge liegen bei 10,5 % und mehr. Kein technischer Eingriff, keine Entalkoholisierung — nur der Respekt vor dem, was Weinberg, Rebsorte und Handlese von Natur aus geben.

Naturschutz

Was bedeutet „Partnerbetrieb Naturschutz"?

Der Titel „Partnerbetrieb Naturschutz" ist eine staatliche Auszeichnung des Landes Rheinland-Pfalz für landwirtschaftliche Betriebe, die aktiv zum Erhalt der Artenvielfalt und der Kulturlandschaft beitragen. Wir wurden im März 2026 durch Umweltministerin Katrin Eder anerkannt.

Die Anerkennung würdigt unsere Bemühungen um den Erhalt der Kulturlandschaft, die Förderung von Blühpflanzen und Wildkräutern sowie den Verzicht auf Insektizide und schwere Bodenbearbeitung.

Welche Tiere leben in eurem Weinberg?

Mehr, als man zunächst denkt. Zu den besonderen Bewohnern gehören:

Mauereidechse — streng geschützt nach EU-Recht, lebt in den Trockensteinmauern unseres Weinbergs. Segelfalter — einer der eindrucksvollsten Tagfalter Europas, ein Indikator für intakte Lebensräume. Marienkäfer — natürliche Räuber von Blattläusen und anderen Schädlingen. Dazu zahlreiche Wildbienen, Hummeln und weitere Insekten, die die Blühpflanzen zwischen den Rebzeilen nutzen.

Warum ist der Mosel-Steilhangweinbau vom Aussterben bedroht?

Steilhangweinbau ist körperlich extrem anspruchsvoll und wirtschaftlich schwierig. Jede Arbeit muss von Hand erledigt werden, kein Einsatz von Maschinen ist möglich. Die Erträge sind niedriger als in maschinell bewirtschafteten Lagen, der Aufwand ist enorm.

Mit dem Rückzug der älteren Winzergenerationen werden immer mehr Steillagen aufgegeben — sie wachsen zu, verlieren ihre offene Struktur und damit den Lebensraum für die typische Steilhang-Flora und -Fauna. Was einmal zugewachsen ist, lässt sich kaum noch wirtschaftlich zurückgewinnen.

Wir sind der Überzeugung: Wer diese Weinberge nicht bewirtschaftet, verliert ein einzigartiges Stück Kulturlandschaft — für immer.

Besuch & Verkostung

Kann ich das Weingut besuchen und eine Weinprobe machen?

Ja — und das ist sogar unser liebster Weg, neue Kunden kennenzulernen. Wir bieten Weinproben auf Anfrage an. Schreibt uns einfach per WhatsApp, wir finden einen Termin. Wir sind ein kleiner Familienbetrieb, daher ist alles individuell und persönlich — keine Massentouristik, kein Programm von der Stange.

Sankt Aldegund liegt direkt an der Mosel, ist wunderschön und eine perfekte Station für eine Mosel-Radtour oder einen Ausflug. Wir freuen uns auf euch.

Wo genau liegt Weingut K46?

Wir sind in Sankt Aldegund an der Mosel, Klosterkammerstraße 46, 56858 Sankt Aldegund. Das Dorf liegt an der Mittelmosel zwischen Cochem und Zell, direkt am Fluss. Mit dem Auto: über die B49 entlang der Mosel. Mit dem Fahrrad: direkt am Mosel-Radweg. Ihr findet uns auch unter „Weingut K46" auf Google Maps.

Habt ihr einen Weinkeller oder einen Hofladen mit Öffnungszeiten?

Nein — wir haben keinen Hofladen mit regulären Öffnungszeiten. Das liegt einfach daran, dass wir ein Zwei-Personen-Betrieb sind und beide noch weitere Standbeine haben. Was wir haben, ist echte Aufmerksamkeit für jeden, der sich meldet. Schreibt uns per WhatsApp, kommt vorbei — wir freuen uns.

Noch Fragen?

Einfach fragen —
wir antworten persönlich

Kein Kontaktformular, kein Callcenter. Schreibt uns direkt per WhatsApp.

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