Moselwein direkt vom Winzer

Weinflasche wird etikettiert

Du liebst Wein von der Mosel? Riesling oder Elbling in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen: trocken, feinherb oder lieblich? Oder gerne mal einen Perlwein für den besonderen Anlass? Dann bist Du bei uns richtig! Nimm Dir Zeit für die Produktinfos in unserem Shop – und falls Du noch Fragen hast, schick uns eine e-Mail oder nutze den Chat im Shop.

Handarbeit

Natürlich sind wir voreingenommen und lieben unsere Weine 😉 Das liegt daran, dass wir die gesamte Entwicklung von der Blüte über die Beere bis zum Jungwein und schließlich zur Abfüllung aktiv begleiten dürfen. Jedes Jahr entsteht hier etwas Neues – geprägt vom speziellen Klima, dem Boden, der Einzelpfahlerziehung und der individuellen Handarbeit. Bislang haben wir alles ausschließlich mit Kopf, Herz und Verstand der Familie bewerkstelligt. Keine Lohnarbeiter, kein Vollernter, keine hektargroßen Weinberge. Nur die mehr als 50 Jahre alten wurzelechten Rebstöcke, die uns treu mit leckeren Trauben belohnen. So darf das gerne noch viele Jahre weitergehen.

Verantwortung

So gerne wir unsere Weine mit Dir teilen, so wichtig ist uns ein verantwortungsvoller Umgang mit alkoholischen Getränken. Deshalb haben wir uns selbstverständlich der Initiatiave „Wine in Moderation“ angeschlossen. Viele wissenschaftliche Studien wurden bereits veröffentlicht und der Grundsatz lautet eigentlich immer wieder: es geht um einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol. Dazu zählt unter anderem kein Verkauf an Schwangere oder Suchtgefährdete, keine Fahrt unter Alkoholeinfluss: „Don´t Drink And Drive“ und verantwortungsbewusste Werbung – um nur einige Punkte zu nennen. Gerade in Zeiten mit Kontaktbeschränkungen bieten sich Online Weinproben an. Sprich uns gerne dazu, wir organisieren dann einen gemeinsamen Termin, in dem wir die angebotenen Weine verkosten und „Food Pairing“ Empfehlungen geben. Es ist immer wieder spannend gemeinsam in die Geschmackswelten der Weine einzutauchen.

Artenvielfalt

Beim Lesen unserer Beiträge hast Du vielleicht bereits gesehen, dass uns der Erhalt der Kulturlandschaft und die Artenvielfalt sehr am Herzen liegen. Wer in und mit der Natur arbeitet, lernt sehr schnell, dass die nachhaltige Produktion unserer Weine und Lebensmittel kein Selbstzweck ist, sondern langfristig die natürlichen Grundlagen für uns und unsere tierischen und pflanzlichen Mitbewohner sichert. Dass die Kulturlandschaft Biotope schaffen und sichern kann, sieht man beispielsweise an Arten wie dem Apollofalter, dem Segelfalter und den Mauereidechsen, um nur einige zu nennen. 

Kulturlandschaft

Allerdings bleibt ein Blick auf die Umsetzung der Kulturlandschaft enorm wichtig. Es gilt immer, einen nachhaltig tragfähigen Kompromiss zwischen Wirtschaft und Umwelt zu finden. Wenn sich Weinberge über viele Hektar in Monokulturen erstrecken, wird es schwierig, den Arten den nötigen Raum zu lassen – erst recht, wenn alle Prozesse mechanisiert werden. Wir haben uns daher bewusst dafür entschieden, bei der traditionellen Art des Anbaus im Steilhang zu bleiben. Das nennt sich Einzelpfahlerziehung. Im Gegensatz zur Drahtanlage, die per Maschine bewirtschaftet wird, arbeiten wir Rebstock für Rebstock in Handarbeit ab. Außerdem wurde unser Dorf (bislang) nicht flurbereinigt. Das heisst, viele kleine Parzellen wurden noch nicht zusammengelegt und ergeben nur im Nebenerwerb Sinn. Wer dieser schönen Berufung hauptberuflich nachgehen will, braucht dagegen eine skalierbare Arbeitsgrundlage, weil eine konkurrenzfähige Preisbildung nicht möglich ist. Wenn Du das nächste Mal auf der Suche nach einem Wein bist, wirst Du vielleicht nicht nur nach Geschmack und Preis auswählen, sondern auch Gedanken zu Herstellung und Nachhaltigkeit einfließen lassen.

Nachhaltigkeit

Warum steht bei unseren Weinen kein Bio Siegel auf der Flasche? Eine wichtige Frage, die wir regelmäßig auf dem Schirm haben, wenn wir an Seminaren zur Umstellung auf Bio Betrieb teilnehmen. Bislang haben wir uns gegen eine Zertifizierung entschieden, weil die Umstellung für unseren Nebenerwerbsbetrieb finanziell (noch) nicht vernünftig zu stemmen ist. Und weil wir der Überzeugung sind, dass wir auch ohne Siegel nachhaltig wirtschaften können. Dazu zählt nicht zuletzt die Umwandlung einer ehemaligen Brache in eine 800qm große Blütenwiese für unsere Nützlinge und den Bau eines Lebensturms, der bereits Heimat für viele Arten geworden ist. Dass wir damit nicht falsch liegen, zeigt uns die Zunahme der Vogelpopulationen, die wir regelmäßig beobachten. Und dazu zählt der Verzicht auf Herbizide. Das bedeutet manuelle Unterstockpflege und Wildkrautmanagement mit Hacke und Motorsense. Ganz ohne Pflanzenschutz- und stärkungsmittel geht es allerdings nicht. Weder im konventionellen noch im bio-zertifizierten Weinbau. Deshalb legen wir viel Wert auf die „gute fachliche Praxis“, die soviel wie nötig, aber so wenig wie möglich einsetzt. Begleitend hilft uns eine strategische Bearbeitung der Laubwand, eine gezielte Ertragsreduzierung sowie die Unterstützung der Nützlinge.

Regional

Wir haben uns bewusst entschieden, nur innerhalb Deutschlands zu vermarkten. Der ökologische Fussabdruck bleibt damit überschaubarer. Außerdem versuchen wir, die Lieferungen so weit wie möglich zu bündeln und Sammelbestellungen zu generieren. Bislang sind wir auf keinem großen Wein Protal vertreten. Wir arbeiten lieber mit Mund-zu-Mund Propaganda und persönlichen Empfehlungen. Das ist sicher aufwändiger, aber haben wir immer einen direkten Draht zum Weingenießenden. So können wir gezielter die Geschmacksrichtungen produzieren, die nachgefragt werden und vermeiden Überkapazitäten.